VCI-Präsident Engel „Chemie ist die Industrie der Industrie“
Vor rund 100 Teilnehmern sprach VCI-Präsident Dr. Klaus Engel über die Rolle der chemischen Industrie für die künftige Wertschöpfung in Deutschland. Engel betonte in diesem Zusammenhang die besondere Bedeutung der Energiepolitik für die chemische Industrie, denn die Chemiebranche nutze derzeit acht Prozent des gesamten Strombedarfs in Deutschland. Der Energieverbauch sei aber zurückgegangen und Produktion und Energieverbrauch entkoppelt worden. Heute werde nur noch halb so viel Energie für das gleiche Produkt benötigt wie 1990. …mehr
Dr. Jung: Asiatische Unternehmen sehr erfolgreich
Auch Dr. Udo Jung, Senior Partner der Boston Consulting Group, wies darauf hin, dass viele Innovationen durch Megatrends getriggert werden. Jung stellte Ergebnisse einer Betrachtung von 130 Chemie-Unternehmen in den letzen fünf Jahren – 2006 bis 2010 – vor. Besonders erfolgreich waren asiatische Unternehmen, zum Beispiel das koreanische Unternehmen Honam Petrochemicals. …mehr
Vanlancker: Gemeinsam innovativ sein
Thierry Vanlancker, DuPont Performance Coatings, bestätigte die Bedeutung der Agrochemikalien als einen der großen Trends. Wichtig sei auch die Forschung im Bereich Nahrungsmittel, um Produkte zum Beispiel durch Beigabe von Fettstoffen haltbarer zu machen. Neben der Nahrungsmittel-Produktion stünden bei DuPont neue Energieformen, die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen, Schutz des Lebens und Umwelt sowie Wachstum in Emerging Markets im Fokus, erläutert Vanlancker und führte aus: „Wichtig ist für uns die Zusammenarbeit mit Partnern. Wir überlegen, was wir gut können und was andere möglicherweise besser machen.“ So komme man oft schneller und kostengünstiger zum Ziel.
Prof. Lukas: Ansätze der Bundesregierung
Über die Ansätze zur Förderung der Ressourceneffizienz sprach Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas, (BMBF). Drei Aspekte, die eine besondere Rolle spielten, seien Energie, Ökoeffizienz und die Minimierung der außenwirtschaftlichen Abhängigkeit, zum Beispiel von politisch instabilen Ländern. Man wolle in Forschung investieren, um langfristig tragfähige Lösungen zu finden, so Lukas. …mehr
Dr. Grünewald: Wenn die Schlacke knapp wird
Knappe Ressourcen werden das Verhalten der Unternehmen verändern, ist Dr. Andreas Grünewald, Geschäftsführer und CFO der Sachtleben GmbH, überzeugt. Am Beispiel der Verknappung von Schlacke und Ilmenit, den wichtigsten Rohstoffen zur Gewinnung von Titandioxid, zeigte er, wie wichtig nachhaltiges und vorausschauendes Handeln sei, denn: „Wir sind selbst verantwortlich für unsere Situation”, gab der Geschäftsführer zu. …mehr
Prof. Röper: Rohstoffe: ersetzen oder schonen
Prof. Dr. Michael Röper vom derzeit weltweit größten Chemiekonzern BASF, betonte ebenfalls, wie wichtig es sei, angesichts der Konkurrenz um Rohstoffe, lohnende Forschungsgebiete zur Sicherung der Rohstoffbasis zu identifizieren. Röper nannte hier fossile und regenerative Rohstoffe, Wasserstoff aus CO2-freier Erzeugung sowie anorganische Rohstoffe (Edelmetalle, Indium, Lithium-Salze, Düngemittel). …mehr
Brinkmann: Die Märkte der Kunden kennen
Zum Thema „Geschäftsmodelle im Umbruch“ sprach Ralf Brinkmann über die Dow-Transformationsstrategie und die aktuellen Herausforderungen in der Branche. „Der Erfolg im Chemiegeschäft der Zukunft wird davon abhängen, wie gut es den Unternehmen gelingt, sich im wachsenden und konjunkturrobusten Spezialchemiemarkt mit dem passenden Portfolio aufzustellen“, so der Präsident von Dow in Deutschland. „Dieser Markt stellt enorme Anforderungen an die Innovationskraft unserer Unternehmen. Dabei geht es nicht nur um Forschungsbudgets, sondern auch darum, dass wir die Spielregeln und Entwicklungen in den Märkten unserer Kunden wirklich verstehen lernen“, betonte Brinkmann.